Besuch im Pfarrarchiv


Ein ganz spezieller Begegnungsraum der Gemeinde ist das Pfarrarchiv
Hier werden alle Daten und Unterlagen der Gemeinde über viele Generationen hinweg gesammelt und verwahrt. Es kann kein Raum sein der für die Öffentlichkeit zugänglich ist, aber jedes Gemeindemitglied findet sich hier mit Namen aufgeführt.

Der erste Eintrag in das Stammbuch der Gemeinde

Im Jahr 1677 beginnt das Stammbuch der Gemeinde St. Antonius zu Papenburg mit einem Trauungseintrag: Hermann Wolbers aus Bokel ehelicht Margaretha Walkerß aus Papenburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hier findet sich auch eine Fotokopie aus der ersichtlich ist, dass der selige Niels Stensen die erste Antoiuskirche geweiht hat im Jahr 1682

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das älteste Buch der Gemeinde jedoch, was uns der Archivar Franz Guhe zeigen konnte, stammt sogar aus dem Jahr 1653, eine sogenannte Agenda. Es handelt sich dabei um eine Art liturgische "Gebrauchs-anweisung" wie eine Messe zu gestalten, eine Beerdigung, eine Taufe usw abzuhalten sei.

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 1677 werden in unserer Gemeinde Taufbücher geführt. Bis zum Jahr 1869 für ganz Papenburg; dann wurde St. Michael eine eigenständige Gemeinde.

So haben sich bis 1945 ca. 60 Bücher gefüllt
Heute stehen hier schon ca. 70 Bücher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sieht es innen aus.

Mit großer Sorgfallt wurde und wird jede Taufe, jede Trauung, Erstkommunion, Firmung und die Sterbedaten jedes Gemeindemitglieds festgehalten.

 

 

 

 

 

 

 

Die jüngeren Ordner sehen noch etwas nüchterner aus
aber auch sie bilden ein großes Nachschlagewerk für die Entwicklung der Gemeinde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachlesen kann man auch(soweit man die altdeutsche Schift noch beherrscht, eine Unmenge an Schriftverkehr - hier als Beispiel der Briefkopf der Orgelbaufirma R. A. Randebrock aus Paderborn 1887, die die erste Orgel eingebaut hat -

 

 

 

 

 

 

 

oder,
um gleich bei der Orgel zu bleiben,
das Programm zur Einweihung der Orgel im Jahr 1974

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist eine kleine Zeichnung darüber, wie man damals die schweren Glocken in den Turm transportiert hat ohne einen Riesenkran von Korporal, ohne den heute keine Arbeit in solcher Hohe mehr denkbar ist.

 

 

 

 

 

 

Ganz zum Schluß präsentieren wir hier noch ein ganz besonderes Schriftstück, welches als Fotokopie in unserem Archiv aufbewahrt liegt: Es stammt von dem Papst Clemens dem XI. datiert am 16.Dez. 1716. Darin heißt es auf Latein ins Deutsche übersetzt:

Allen, die am Fest des heiligen Antonius von Padua die Kirche dieses Heiligen in Papenburg besuchen und für die Einheit der christlichen Fürsten (heute würde man sagen: der Christen) beten, wird ein vollkommener Ablaß gewährt.

Also nichts wie hin in die Antoniuskirche zu Papenburg!